Auf den Spuren Karls de Großen – Jahrestagung 2017 in Aaachen

Bei fantastischem Wetter sind über Christi Himmelfahrt (24. bis 28. Mai 2017) mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland nach Overbach in Jülich bei Aachen gekommen. Nach zweijähriger Planung hatte die dort ansässige Regionalgruppe um den Linnicher Zahnarzt Dr. Henry Schneider zur diesjährigen Jahrestagung der Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. eingeladen. Für die Altstipendiatinnen und Altstipendiaten, die aus aus allen Regionen Deutschlands und der angrenzenden Länder gekommen sind, standen zahlreiche Veranstaltungen und Exkursionen auf dem vielfältigen Programm.

 

Podiumsdiskussion „Europa an der Grenze“ (Foto: Dr. Henry Schneider)

Zur Begrüßung im ScienceCollege Overbach reiste zum ersten Mal auch der Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung und Ehrenmitglied des Europaparlaments, Prof. Hans-Gert Pöttering, an. Die enge Verzahnung von Stiftung, Altstipendiaten und Stipendiaten wurde nicht nur durch Präsenz und programmatische Integration von Dr. Susanna Schmidt, Dr. Rainer Täubrich und Prof. Dr. Burkhard Steppacher deutlich, sondern auch durch die Einladung der Stipendiatensprecher. Der erste Programmpunkt bildete die jährliche Mitgliederversammlung, die durch Wahlen und Diskussionen besonders gut besucht, aber mit drei Stunden nicht ganz kurz war. Neu im Vorstand sind Dr. Wiltrud Viehoff (Kommunikation und Marketing), Dr. Wolfgang Frosch (Thematische Netzwerke), Maximilian Martin (IT und Infrastruktur) sowie Dr. Jürgen Bubeck (Regionales). In ihrem Amt bestätigt wurden Ottheinrich von Weitershausen (Vorsitzender), Frank Siegmund (Schatzmeister), Dr. Frank Deickert (Tagungen), Dr. Dietrich W. Dorn (Justiziariat), Pia Leson (Mitgliederintegration) und Dr. Bernd Langhein (Vorsitzender Hilfs- und Sozialfonds). Für die Partnerinnen und Partner ging es zeitgleich in die Jülicher Zitadelle und zu einer Kunstausstellung. Die Idee des „Studium Generale“ hatte AS Henry Schneider mit zahlreichen Vortragsmeldungen aus dem Kreis der AS neu ins Tagungskonzept eingebracht − und sie wurde fantastisch angenommen. Es ging um Themen wie den Wert eines Menschenlebens, den Sinn von Gerechtigkeit, die Gefahr durch EHEC, Existenzgründungen, die Optimierung von sozialem Engagement oder eine neuentwickelte Methodik zur Behandlung von Parodontose.

 

Auf den Spuren der Elektromobilität (Foto: Dr. Henry Schneider)

Am Donnerstag begeisterte dann bei der ersten großen Podiumsdiskussion in der Aula der Aachener Ingenieur und Entwickler von „e.Scooter“ und „e.Go“, Prof.  Günther Schuh, mit einem hochkarätigen Podium zum Thema Elektromobilität.Trotz des langen Abends, an dem nach einem Vortrag auch die Overbacher Sternwarte regen Besuch verkraften musste, waren die Teilnehmer am Freitagmorgen wieder früh unterwegs und top fit. Verschiedene Exkursionen führten die AS in die Region, unter anderem zu Schloss Paffendorf und in den Tagebau, nach Eupen und auf die Spuren Karls des Großen nach Aachen sowie zur Probefahrt mit Elektromobilen auf den Campus der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, betreut von Altstipendiat Ruben Förstmann. Die Begeisterung war groß. Anschließend fan in Overbach ein hochkarätiges Podium zum Thema „Europa an der Grenze“ statt. Mit dabei waren der Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Oliver Paasch, die Europaabgeordnete Sabine Verheyen sowie Staatssekretär und Mitglied des Bundestags Thomas Rachel. Moderiert wurde die spannende Diskussion vom Kölner Politologen Prof. Burkard Steppacher. Danach wurden die Altstipendiatinnen und Altstipendiaten in den „Rheinischen Abend“ am ScienceCollege entlassen. Besonders die Gesangsstunde „Rheinische Lieder“ fand hervorragende Resonanz. AS Christof Wellens am Klavier und AS Lars Röwer am Schifferklavier kitzelten das Äußerste aus den AS heraus. Die gastfreundliche und gute Bewirtung und die wunderschöne Anlage Overbachs wurden nicht ohne Grund immer wieder von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gelobt.

 

MusiKARLisch – Das Konzert von Orchester und Chor der Altstipendiaten (Foto: Peter Bruhns)

Am Samstagmorgen ging es dann wieder nach Aachen. Dort endeten die Stadtrundgänge mit einem Empfang im Krönungssaal durch den Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp. Viele Teilnehmerinnen unter Teilnehmer nutzen das verbliebene Zeit für ein Erinnerungsfoto am Stehpult der Karlspreisverleihung. Nur kurz war der Weg zur Aachener City-Kirche: Hier bedankten sich die Altstipendiatinnen und Altstipendiaten mit einem öffentlichen Konzert von Chor und Orchester der Altstipendiaten. Über 300 Besucher waren in die Kirche geströmt und zeigten sich, unter anderem vom Gefangenenchor aus der Verdi-Oper Nabucco, begeistert. Für das Orchester war dieser Auftritt gleichzeitig das Jubiläumskonzert zum 20-jährigen Bestehen. Beide Instrumentalensembles wurden in bewährter Form von den Dirigenten Mario Hartmuth und Valentin Kunert einstudiert und geleitet. Der festliche Reigen spannte sich dann nach kurzem Transfer weiter in einem Festabend auf dem Campus Jülich der Fachhochschule Aachen. Höhepunkt des Abends war ein Auftritt des bundesweit bekannten „WallstreetTheatre“. Danach wurde nicht nur in der FH-Mensa, sondern auch in den Tagungshotels bis früh in den Morgen gefeiert. Zum Glück begann der abschließende ökumenische Gottesdienst am Folgetag in Overbach erst um elf Uhr.

 

Auch verschiedene Stadtführungen standen auf dem vielfältigen Programm (Foto: Dr. Henry Schneider)

Die meisten Teilnehmer verließen das Schlossgelände nach dem Mittagessen dann mit einem weinenden Auge, denn die Tage in Overbach und der Region hatten – nicht zuletzt wegen des anspruchsvollen Programms und der tollen Organisation – große Begeisterung ausgelöst. Schließlich konnten sie alles unbeschwert genießen – darunter auch fast 40 Kinder und Jugendliche, für die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Aachener Hochschulgruppen eine ebenso interessantes wie unterhaltsames Kinderprogramm organisierten. Für die Kleinen ging es in den Jülicher Brückenkopfpark, ins Aquana Freizeitbad, ins Ludwig-Museum und ins Weltraum-Lab. „Zwei Jahre Planung haben sich für alle sichtlich gelohnt,“ meinte Tagungsleiter Dr. Henry Schneider geschafft, aber glücklich. Der Dank der Teilnehmerinnen und Teilnehmerinnen gebührte aus dem Organisationsteam besonders AS Dr. Henry und Angelika Schneider, Ulrike Wellens, AS Matthias Schrammen, AS Thilo Beuven, AS Anna Claus, AS Dominik Esser, Stip. Arne Lilienkamp (Kinderprogramm) und vielen anderen. Die nächsten ASeV-Tagungen werden in Trier und Saarbrücken stattfinden.

Text: Dr. Henry Schneider & Larissa Rohr