Eine helfende Hand

Das Projekt ai??zPerspektive & Hoffnungai??? schenkt den Jugendlichen am Berliner Alexanderplatz Vertrauen, in dem es beim Hobby der jungen Leute ansetzt: der Tanzrichtung Jumpstyle

Von dem Platz zwischen dem Berliner Fernsehturm und St. Marienkirche drAi??hnen laute Elektrobeats, eine Gruppe Jugendlicher tanzt Jumpstyle. Zwischen ihnen Benjamin Loyda: rote Sneakers, blaue, enge Hose und Basecap. Von den Jugendlichen nur Benni genannt, ist er ein Teil der Gruppe. Wer von auAYen kommt, ahnt nicht, dass Loyda Sozialarbeiter und Streetworker ist. Doch ganz unterschwellig leistet der 27-JAi??hrige Hilfestellung bei vielen Problemen.
Das Projekt ai??zPerspektive & Hoffnungai??? des Vereins Freestyle e.V. wird am 28. Februar mit dem Bernhard Vogel Bildungspreis ausgezeichnet. Dieser wird jAi??hrlich von den Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung vergeben und zeichnet Projekte für Kinder- und Jugendliche aus, die deren kulturelle und soziale Weiterentwicklung vorbildhaft unterstützen.

Vor sechs Jahren erkannte Loyda zufAi??llig, dass sich hinter dem Alexanderplatz ein sozialer Brennpunkt entwickelt hatte. Dort trafen sich viele Jugendliche, tanzten, doch waren sonst oft auf sich allein gestellt. Der Sozialarbeiter begann, Kontakt zu den Jugendlichen zu suchen: ai??zIch habe gesehen, dass die Jugendlichen Begleitung brauchen und deshalb bin ich auf den Jumpstyle-Zug mit aufgesprungen.ai??? Lange war der Streetworker ehrenamtlich vor Ort, bis er mit Kollegen 2010 den Verein Freestyle e.V. gründete. Seitdem finanziert sich die Arbeit am Alexanderplatz durch Spenden.

Wenn sich die Jugendlichen samstags treffen, ist auch Loyda vor Ort. Der Sozialarbeiter bringt eine bessere Anlage für die Musik mit, belegte BrAi??tchen und im Winter heiAYen Tee. Sie tanzen gemeinsam Jumpstyle und besprechen Sorgen und Probleme. Ein GroAYteil der 15-25-JAi??hrigen dort ist im Heim aufgewachsen oder hat Schwierigkeiten mit den Eltern, unabhAi??ngig aus welchem sozialen Umfeld die jungen Leute kommen. Drogen, Arbeitslosigkeit und ungewollte Schwangerschaften, all das ist immer wieder Thema.

Freestyle e.V., im Dachverband der Diakonie verankert, mAi??chte christliche Werte vermitteln. Daher heiAYt der Slogan: Einer jungen Generation Vertrauen schenken. ai??zDie Jugendlichen brauchen Hoffnung. Das ist schichtunabhAi??ngig. Durch das Tanzen erkennen sie, dass sie wertvoll sind, dass sie Talent haben und sie sich etwas zutrauen kAi??nnen. Viele haben das von ihren Familien nicht vermittelt bekommen. Aber wir hAi??ren zu, egal wer du bist und wie du bistai???, erklAi??rt Loyda seine Arbeit. Anlaufstellen für Probleme gAi??be es viele, doch das Wissen darum und der Mut sich zu Ai??ffnen seien gering. Wo Loyda nicht selbst weiterhelfen kann, telefoniert er, vermittelt an Beratungsstellen, und zeigt neue Wege auf. ai??zWir glauben, dass wenn man den Jugendlichen die richtige Frage stellt, sie allein auf eine Perspektive kommen, die sie vorher vielleicht nicht hatten.ai??? Vorschriften macht Loyda kaum welche, mit zu vielen waren die Jugendlichen schon konfrontiert. Nur manchmal lenkt der Streetworker mit ein, denn nicht jeder ist auf dem richtigen Weg.

Um die Tanzleidenschaft der Jugendlichen zu unterstützen, organisiert der Verein Tanzwettbewerbe und KlubnAi??chte. Danilo tanzt schon viele Jahre in der Gruppe und organisiert mit. Der 23-JAi??hrige weiAY, dass die Liebe zur Musik alle Jugendlichen miteinander verbindet. Streetworker Benjamin Loyda ist für Danilo ein wichtiges Mitglied der Gruppe: ai???Benni ist wie die helfende Hand, die man im Leben braucht und die einem eine Welt zeigt, die funktioniert.ai???
Donnerstags bietet der Verein einen Brunch für alle nicht-schulpflichtigen Jugendlichen. AuAYerdem lAi??dt Freestyle e,V. jeden Mittwochabend zum Burgeressen in ein Fastfoodrestaurant ein. Loyda sucht dafür mit den Jugendlichen nach christlichen Themen, spricht beim Essen Stellen aus der Bibel an, in denen Gott den Menschen seine WertschAi??tzung zeigt. ai??zViele haben mit der Kirche nichts am Hut. Deshalb haben wir bewusst einen so unfrommen Ort wie ein Fastfoodrestaurant gewAi??hltai???, sagt Loyda.

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Vor zwei Jahren beging Danilos bester Freund Selbstmord. Er war ein guter TAi??nzer und lange ein fester Teil der Gruppe am Alexanderplatz. Der Tag der Trauerfeier war ein Mittwoch, eigentlich stand Burgeressen auf dem Programm. Loyda dachte, niemand würde kommen. Doch an diesem Mittwochabend kamen so viele Jugendliche wie noch nie und der Sozialarbeiter sprach mit ihnen darüber, wie man mit SchicksalsschlAi??gen umgeht und was der Tod im christlichen VerstAi??ndnis bedeutet. Die seelische überforderung war groAY. Am gleichen Abend wollte sich wegen des Vorfalls noch ein junger Mann das Leben nehmen. Benjamin Loyda war wieder zur Stelle. Trotz des schwierigen Abends war der Streetworker dankbar, dass die Jugendlichen nicht auf sich gestellt waren: ai??zIch konnte eine Perspektive geben, die sie nicht im Dunkeln stehen lAi??sst, sondern die ihnen Hoffnung und Licht gibt. Das ist mir wichtig.ai???

Vom Preisgeld des Bernhard Vogel Bildungspreises mAi??chte der Verein mit den Jugendlichen Tanz- und DJ-Workshops organisieren, woraus ein eigenes Musikvideo entstehen soll. Hauptdarsteller sind die Jugendlichen, die zeigen kAi??nnen, wie viel Talent in ihnen steckt. Doch Loyda denkt noch weiter: ai??zEin Jugendzentrum ist unsere groAYe Vision. Ein Ort, wo alle Jugendlichen gern hingehen und SpaAY haben, aber wir gleichzeitig mit Beratung und Hilfe zur Seite stehen.ai??? Denn das würde eines der grAi??AYten Probleme lAi??sen, womit der Sozialarbeiter zu kAi??mpfen hat: Die Zeit zwischen dem Aufkommen der Probleme und dem Zeitpunkt des ai??zsich-Hilfe-holenai??? verkürzen.

Ashwagandha oil price Text verfasst von Katharina Fiedler Cannabis seeds uk seller