Aleve price costco

Abi, was dann?

Mit dem Projekt ‘Berufsorientierung für Abiturient/innen’ (AbiBO) hilft der katholische Verband In Via KAi??ln e.V. Mittel- und Oberstufenschülern in KAi??ln durch den Dschungel der StudiengAi??nge und Ausbildungsprogramme. Besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund profitieren davon.

Manchmal muss man einen Umweg gehen, um an sein Ziel zu gelangen. So wie die 11. Klasse
der Katharina-Henoth-Gesamtschule in KAi??ln-HAi??henberg an diesem Morgen. Beim Seminar zur Berufsorientierung des AbiBO-Projekts geht es zunAi??chst nicht um Ausbildungsprogramme, StudiengAi??nge und Berufsbilder. Stattdessen stehen die eigenen Interessen und Charakterzüge auf dem Stundenplan. Auf kleinen Zetteln notiert finden die Schüler auf ihren Stühlen dazu Fragen wie: ai??zWenn ich mich für etwas engagieren würde, dann wAi??re das…?ai???, ai??zWas wolltest du früher einmal werden?ai??? oder ai??zWas bedeutet für dich Erfolg?ai??? Zülal erzAi??hlt, dass sie sich für die Interessen Afrikas engagieren würde.

Fatima berichtet, dass sie früher mal Bauingenieurin werden wollte und ihre Sitznachbarin Veronica, dass Erfolg für sie bedeute, auf eigenen Beinen zu stehen. ai??zWelche Rolle übernehmt ihr im Freundeskreis?ai??? will Maria Nickel, die beim TrAi??gerverein In Via e.V. verantwortlich für AbiBO ist, danach wissen: ai??zSeid ihr eher diejenigen, die alle zusammen trommeln oder die, die immer schauen dass sie auch die letzte Bahn bekommen?

Die Schüler sollen an diesem Morgen erarbeiten, wo ihre besonderen FAi??higkeiten liegen: Was zeichnet mich aus, worin bin ich gut? ai??zDas fAi??llt nicht allen leichtai???, erklAi??rt Nickel spAi??ter, ai??zaber wir wollen sie dazu anregen, über sich selbst nachzudenken. Was treibt mich an, bin ich ein Teamleader oder ist mir Harmonie besonders wichtig?ai??? Darauf aufbauend erarbeitet Nickel wAi??hrend der zwei Tage mit den Schülern ein PersAi??nlichkeitsbild, das Basis für die Berufswahl sein soll. ai??zBei vielen Schülern gibt es oft den Wunsch, BWL zu studieren, aber auf Nachfrage kAi??nnen viele die Gründe nicht nennen. Oft passt das nAi??mlich eigentlich gar nicht zu ihrer PersAi??nlichkeitai???, erklAi??rt Nickel.

Je vielfAi??ltiger die MAi??glichkeiten nach dem Schulabschluss werden, desto schwieriger fAi??llt allerdings vielen Jugendlichen die Antwort auf die Frage: Abi, was dann? Das Projekt AbiBO wurde 2011 nach einer Untersuchung der Katholischen Hochschule NRW initiiert, die zeigte, dass vielen angehenden Abiturienten die Orientierung bei der Berufswahl fehlt. Mit der Unterstützung von Stiftungsgeldern richtete der Katholische Verband für MAi??dchen- und Frauensozialarbeit In Via KAi??ln e.V. daher an drei Schulen das AbiBO-Programm ein. Neben der Henoth-Gesamtschule werden auch Schüler des Genoveva- und des Apostel-Gymnasiums in KAi??ln ab der Oberstufe ergAi??nzend zu dem bestehenden eigenen Schulangebot von In Via betreut. ErgAi??nzend zu den Gruppenseminaren gibt es für alle die MAi??glichkeit eines Einzelcoachings, in dem für jeden persAi??nlich Berufsperspektiven und ein Plan zu deren Umsetzung erarbeitet werden.

Denn vor allem Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder aus einem bildungsfernen Elternhaus fehle es oft an beruflichen Vorbildern, an denen sie sich bei der Wahl zwischen Ausbildung oder Studium orientieren kAi??nnten, sagt Nickel. ai??zViele fragen sich, ob sie überhaupt studieren sollen, weil sie es sich nicht zutrauen.ai???
Auch die gebürtige Iranerin Maryam Asadi Fard, ehemalige Schülerin der Henoth-Gesamtschule, hegte am Anfang diese Zweifel, studiert jedoch mittlerweile an der Georg-August-UniversitAi??t in GAi??ttingen. Im Rahmen von AbiBO besprach sie im Einzelcoaching mit den Betreuern ihre Sorgen und Ai??ngste. ai??zDas hat mir wirklich sehr geholfen. Ohne die Beratung hAi??tte ich gar nicht gewusst, wie ich mich an den Unis richtig bewerbe ai???, erzAi??hlt sie heute. ai??zIch wusste ungefAi??hr, dass ich BWL machen will, aber ich wusste eigentlich nicht, welche anderen MAi??glichkeiten es noch gibt.ai??? Jetzt studiert Maryam tatsAi??chlich im 1. Semester BWL und will nach erfolgreichem Bachelor-Abschluss den Master in International Business mit juristischem Schwerpunkt absolvieren: ai??zDas war absolut die richtige Wahlai???.

Bis dahin ist es für die derzeitigen ElftklAi??ssler ihrer ehemaligen Schule in KAi??ln noch ein kleines Stück. In einem zweiten Schritt erarbeiten sie an diesem Morgen eine Entscheidungsmatrix, welche TAi??tigkeiten ihnen besonders liegen: Herstellen und Produzieren, Organisieren und Strukturieren oder Helfen und Betreuen? Bei Dilara steht am Ende ‘Entwerfen und Gestalten’ auf Platz eins. ai??zDas passtai???, sagt sie, ai??zich mAi??chte Architektur studierenai??? und erklAi??rt ihren Klassenkameraden, dass das in KAi??ln nur an der Fachhochschule mAi??glich sei, wo sie schon an einem Schnupper-Seminar teilgenommen hat. ai??zEs gibt für Schüler einige Angebote an den Hochschulen, aber viele finden den Weg dorthin nichtai???, sagt Nickel. Das Projekt AbiBO versteht sich als Brückenbauer für diesen Weg und als Tipp-Geber. ai??zDas kAi??nnen die meisten Lehrer wegen ihres ohnehin hohen Pensums zusAi??tzlich einfach nicht mehr leisten.ai???

Eine Evaluation des Projekts durch die Katholische Hochschule NRW zeigte, dass die Berufswahlkompetenz der Schüler durch das Projekt tatsAi??chlich deutlich erhAi??ht wurde und, dass insbesondere Schüler mit Migrationshintergrund erreicht wurden. Nach der dreijAi??hrigen Modellphase an den drei KAi??lner Schulen sind die Stiftungsgelder für AbiBO nun ausgelaufen, derzeit geht das Projekt aber in reduzierter Form mit einer zusAi??tzlichen Honorarkraft weiter. Derzeit ist In Via auf der Suche nach Geldgebern.

Text verfasst von Amelie Herberg Amantadine price uk Buy carbozyne reviews