Der Bernhard Vogel Bildungspreis „Chancen schaffen – Chancen nutzen“ wird vom ASeV | Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. gestiftet und seit 2010 im zweijährigen-, ab 2018 im einjährigen Rhythmus vergeben.

Mit dem Preis wollen wir beispielhafte und nachahmenswerte Bildungsinitiativen für Jugendliche fördern und diesen eine Öffentlichkeit bieten. Ausgezeichnet werden dabei Projekte, die einen erkennbaren und nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung von Jugendlichen leisten: Talente fördern, Integration vorantreiben und Verantwortungsgefühl vermitteln.

Mit dem Bernhard Vogel Bildungspreis knüpfen wir an das außerordentliche bildungspolitische Engagement des Ehrenvorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. an.

Informationen zur neuen Ausschreibungsrunde 2018

Im Rahmen der neuen Ausschreibungsrunde werden Projekte und Initiativen prämiert, die die politischen Beteiligung Jugendlicher fördern. In heutigen Zeiten, die von wachsendem Populismus, Politikverdrossenheit und sinkender Wahlbeteiligung geprägt sind, braucht die Demokratie junge Menschen, die sich für politische Themen und gesellschaftliche Prozesse interessieren. Um unsere Gesellschaft fit zu machen für die komplexen Herausforderungen von morgen, müssen wir Jugendliche dazu ermutigen, eigene Visionen zu artikulieren, Verantwortung zu übernehmen und die politischen Prozesse aktiv mitzugestalten.

Die Bewerbermaske zur Ausschreibungsrunde 2018 finden Sie hier. Die Bewerbung endet am 31. August 2018.

Die Projekte

Ausgezeichnet werden Projekte, die sich an Kinder und Jugendliche in Deutschland richten und die diese ermutigen, sowohl für sich selbst als auch für die Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Im Vordergrund steht ein klar erkennbarer Beitrag zur intellektuellen, kulturellen und sozialen Weiterentwicklung der Kinder und Jugendlichen.

Wie dieser Beitrag konkret geleistet wird – durch musikalische, (inter-)kulturelle oder sportliche Konzepte −, ist dabei nicht vorgeschrieben. In jedem Fall müssen den Projekten gute und nachvollziehbare Konzepte zu Grunde liegen, die jeweils von Einzelpersonen oder vertrauenswürdigen Organisationen umgesetzt bzw. betreut werden. Darüber hinaus sollen die Projekte zur Nachahmung motivieren und Bereitschaft demonstrieren, ähnliche oder weiterführende Projekte auch zu unterstützen.

Der Preis

Ab 2018 wird jedes Jahr ein Projekt mit dem Bernhard Vogel Bildungspreis und einem Preisgeld von 10.000 € ausgezeichnet. Neben der finanziellen Förderung werden die ausgewählten Projekte auch publizistisch begleitet, indem die breite Öffentlichkeit darüber informiert wird, wie viele beeindruckende und positive Initiativen für Kinder und Jugendliche existieren.

Die Jury

Der ASeV | Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. wird bei der Beurteilung der Projekte von einer erfahrenen und kompetenten Jury aus Wissenschaft, Bildungseinrichtungen und Politik unterstützt. Für den Vorsitz konnten wir die Ministerin für Arbeit und Soziales a.D. in Baden-Württemberg, Dr. Monika Stolz, gewinnen.

Weitere Jury-Mitglieder sind

  • Matthias Wilkes, Landrat Kreis Bergstraße a.D., Vorsitz;
  • Bernhard Appel, Diözesan-Caritasdirektor Freiburg, Vorstandsvorsitzender;
  • Peter Bergmair, Bürgermeister der Stadt Friedberg a.D.;
  • Dr. Hermann Hansis, Vizepräsident für Duales Studium an der Europäische Fachhochschule Rhein/Erft;
  • Eva Savinova, Executive Education bei der Hertie School of Governance sowie
  • Alexander Schmid-Lossberg, Partner bei SKW Schwarz Rechtsanwälte.

Das Projektteam

Wir Altstipendiaten sind ehemalige Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Das Stipendienprogramm der KAS besteht seit etwa 40 Jahren und wendet sich an Studierende, die höchste akademische Leistungsfähigkeit mit gesellschaftlichem Engagement verbinden. Die Absolventen sind in allen Bereichen der Gesellschaft im In- und Ausland tätig. In Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind die Altstipendiaten gleichermaßen vertreten. Mit unseren an die Öffentlichkeit gerichteten Preisen, die jeweils von einer unabhängigen Jury vergeben werden, unterstreichen wir das gesellschaftliche Engagement der Altstipendiaten.

Viele Jugendliche wachsen in Lebenssituationen auf, in denen sie ihre Talente schwer entfalten und weiterentwickeln können – dabei sind gerade sie die zukünftigen Leistungs- und Verantwortungsträger unserer Gesellschaft. Erfreulicherweise haben bereits zahlreiche Initiativen und Projekte diese Problematik erkannt: Sie helfen Jugendlichen, Talente zu erkennen, Fähigkeiten zu entwickeln, neue Wege zu beschreiten – und nicht zuletzt Verantwortung für sich und ihr Umfeld zu übernehmen. Doch vielen dieser Projekte fehlt es an finanziellen Mitteln und öffentlicher Bekanntheit – dabei könnten sie noch mehr Jugendliche ansprechen und letztendlich auch weitere Initiativen inspirieren.

Das wollen wir ändern!

Ihr Projektteam des Bernhard Vogel Bildungspreises

  • Tobias Clemens
  • Alexandra Hansis
  • Robert Kotouc
  • Astrid Langer
  • Waltraud Lassner
  • Gregor Milicic
  • Florian Pfister
  • Peter R. Slowinski
  • Michael Wolf, Initator

Ausgezeichnete Projekte 2016

Die letzte Preisverleihung fand am 12. September 2016 in Berlin statt.

Die Jury unter dem Vorsitz von Dr. Monika Stolz, Ministerin für Arbeit und Soziales a.D. in Baden-Württemberg, hat diesmal aus fast 60 Bewerbungen folgende Hauptpreisträger ausgewählt:

  • Kinder- und Jugendhaus „BOLLE“: Das Projekt richtet sich an sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 18 Jahren aus dem Berliner Bezirk Marzahn. Täglich werden bis zu 200 Kinder erreicht und erhalten umfassende Hilfe bei der Re-Integration in die Gesellschaft. (mehr…)
  • Inklusion macht Schule: In dem Zirkuszelt, das für 400 Besucher Platz hat, trainieren im Moment 100 Schüler und Schülerinnen von beiden Schulen mit sechs Lehrkräften und sieben vom Verein engagierten Akrobaten. Erlernen können die Kinder nicht nur Tricks am Trapez oder das Jonglieren, auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Teamfähigkeit werden gestärkt. (mehr…)
  • Bildungsmentorenprojekt in Achim: In Achim bei Bremen coachen Schüler der Oberstufe Schüler aus den unteren Klassenstufen. Das Besondere an dem Nachhilfe-Projekt: Der Migrationshintergrund der Teilnehmer. (mehr…)
  • Netzwerk „Schülerhilfe Rollberg“: Das Projekt im Berliner Brennpunktbezirk Neukölln ist in seiner Konzeption auf die Belange von bildungsfernen Kindern und Jugendlichen mit großen Erziehungsdefiziten maßgeschneidert.

Neben den Hauptpreisen hat die Jury vier Sonderpreise vergeben:

  • Miteinander lernen (mehr…)
  • Migrantenförderung am Gymnasium im Rhein-Kreis Neuss (mehr…)
  • „Different together – Jugendliche erLeben kulturelle Vielfalt“ (mehr…)
  • Zirkus macht stark (mehr…)

Ausgezeichnete Projekte 2014

Die Preisverleihung 2014 fand am 28. Februar 2014 in Berlin statt.

Die Jury unter dem Vorsitz von Dr. Monika Stolz, Ministerin für Arbeit und Soziales a.D. in Baden-Württemberg, hat aus über 60 Bewerbungen folgende Hauptpreisträger ausgewählt:

  • Gleiche Chancen für Roma-Kinder: Seit 2008 bietet die Bürgerstiftung Lilienthal (bei Bremen) eine außerschulische Lernbetreuung für Kinder aus sozial benachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund (insbesondere Roma) an. Die intensive Betreuung umfasst ein weitreichendes inhaltliches und soziales Spektrum. Auch die Eltern werden systematisch miteinbezogen. (mehr…)
  • Perspektive & Hoffnung: Das Projekt „Freestyle e.V.“ (ein Werk der Diakonie, Berlin) bietet für die „Szene“ am Berliner Alexanderplatz ein niedrigschwelliges Angebot für Jugendliche aus schwierigen familiären und sozialen Verhältnissen. (mehr…)
  • Kinder- und Jugendcircus „Montelino“: Entstanden aus einer kleinen Arbeitsgemeinschaft an einer Potsdamer Grundschule gründeten engagierte Eltern 2002 den „Kinder- und Jugendcircus Montelino Potsdam e.V.“, der seitdem Träger des Projekts ist. (mehr…)

Neben den Hauptpreisen hat die Jury fünf Sonderpreise vergeben:

  • „AbiBO – Berufsorientierung für Abiturient/innen“: Das Projekt des IN VIA Köln e.V. begleitet Jugendliche an Kölner Gymnasien und Gesamtschulen mit Oberstufe im Übergang von der Schule zu Studium/Beruf. Je nach Bedarf der Projektschulen wird aus einem exzellent ausgearbeiteten, vorbildlichen „Modulkoffer“ ein individuelles Angebot zusammengestellt, mit dem Schüler und Schülerinnen ab der Jahrgangsstufe acht mit passgenauen Angeboten im Studien- und Berufsorientierungsprozess begleitet und unterstützt werden. (mehr…)
  • „Rock Your Life“: Die Initiative „Rock Your Life“ setzt sich deutschlandweit für mehr Bildungsgerechtigkeit ein, indem es kostenlos zweijährige Partnerschaften (Tandems) zwischen Studierenden und Haupt-/Werkrealschülerinnen und -schülern vermittelt und betreut. An über 30 Standorten beteiligen sich mehr als 2.000 Menschen an dieser Bildungsbewegung.
  • „Bootstrapper e.V.“: „Bootstrapper e.V.“ ist ein von Studenten gegründeter gemeinnütziger Verein zur Förderung bedürftiger Schüler durch ein Nachhilfeprogramm. „Bootstrapper e.V.“ legt besonderen Wert darauf, allen Schülern einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen, unabhängig insbesondere von finanziellem und sozialem Status. (mehr…)
  • „Jugend stärken: Junge Wirtschaft macht mit!“: Dieses Projekt der Wirtschaftsjunioren leitet junge Menschen mit Startschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf. Ziel ist es, junge Menschen aus benachteiligten Lebenslagen zu motivieren, einen Schulabschluss zu machen, Ziele hinsichtlich ihrer Berufslaufbahn zu entwickeln und Chancen zu ergreifen, die sich ihnen bieten.
  • „Lernen 360°“: Die international tätige Trumpf-Gruppe (Medizin- und Fertigungstechnik) ermöglicht seit 2008 Schülern der achten Klasse, in einem Zeitraum von 13 Wochen einmal wöchentlich das Klassenzimmer mit der Lehrwerkstatt von Trumpf zu tauschen und dort eine Kettenreaktionsmaschine herzustellen. Während des Projekts findet eine betriebliche Sozialisierung statt, die bewirkt, dass die Schüler sich später mit einem ganz anderen Erfahrungsschatz auf einen Ausbildungsplatz bewerben.

Ausgezeichnete Projekte 2012

Die Preisverleihung 2013 fand am 19. Februar 2013 im Landesmuseum Mainz statt. Die Jury unter dem Vorsitz von Dr. Monika Stolz, Ministerin für Arbeit und Soziales a.D. in Baden-Württemberg, hat folgenden Hauptpreisträger ausgewählt:

  • „Sprachliche Vielfalt von Anfang an“: In Worten und Gesten ausdrücken, was man denkt und fühlt – diese Fähigkeit müssen Kinder erst lernen. Dafür bleibt im Schulalltag aber oft kaum Zeit – schon gar nicht, wenn Sprachbarrieren bei ausländischen Schülern hinzukommen. Das Projekt „Sprachliche Vielfalt von Anfang an“ der Grundschule Bad Kreuznach statuiert ein Exempel dafür, wie man dieses Problem lösen kann: Das Förderprogramm lehrt Grundschülern in Bad Kreuznach, ihre Gefühle und Gedanken auszudrücken, auch trotz möglicher Sprachbarrieren. In separaten Gruppen werden Schüler gemäß ihren individuellen Bedürfnissen gefördert, je nachdem, ob es sich um stark begabte Schüler handelt, um Kinder mit Migrationshintergrund oder um solche, die eine Lernschwäche haben. In einem jährlichen Theaterprojekt kommen dann 120 Schüler zusammen und arbeiten zusammen. Mit dem Preisgeld möchte die Grundschule Bad Kreuznach ein neues Projekt starten: Die „Lesekiste“ soll Schüler für das Lesen begeistern und einen Schwerpunkt auf Lese-, Koch- und Bilderbücher aus den Ländern legen, aus dem die Schüler mit Migrationshintergrund stammen. Auch so will die Grundschule Bad Kreuznach das Verständnis unter den Schülern fördern.

Des Weiteren wurden folgende Anerkennungspreise vergeben:

  • „PULS Engagement Camps“: Oft hätten junge Menschen zwar Lust auf soziales Engagement, aber sie finden nicht das richtige Projekt, in dem sie sich engagieren könnten. Während der „PULS Engagement Camps“ in Berlin können 40 junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren in verschiedene Projekte schnuppern und so herausfinden, welches Engagement ihnen Spaß macht: Renovierungsarbeiten im Jugendzentrum, eine Ausflugsbegleitung mit Senioren oder Küchenhilfe im Obdachlosencafé. Zusätzlich können die Jugendlichen auch eigene Projekte initiieren. Während der Camps bekommen die Jugendlichen Verpflegung und Unterkunft geboten und erhalten am Ende eine Mappe mit individuellen Vorschlägen für weiteres Engagement.
  • „MENSCH – MENtoring für SCHüler“: Jungen Menschen fällt es oft schwer zu entscheiden, welchen Beruf sie nach Abschluss der Schulzeit ergreifen wollen. Das Projekt „MENSCH – MENtoring für SCHüler“ bringt Hauptschüler der achten und neunten Klasse mit Mentoren zusammen, die sie beim Einstieg in das Berufsleben unterstützen. In regelmäßigen Gesprächen lernen sich Mentoren und Mentees kennen und fassen Vertrauen. Zudem finden monatliche Workshops zum Thema Zeitmanagement und Bewerbungen sowie Besuche in Unternehmen, die den Jugendlichen zusagen könnten, statt.
  • „Meine Ausbildung – Schüler führen selbst Regie“: Wie begeistert man Jugendliche für ein Projekt? Indem man sie selbst Regie führen lässt, lautet die Antwort des hessischen Projekts „Meine Ausbildung – Schüler führen selbst Regie“. Hessische Schüler entwerfen, filmen und schneiden dabei einen eigenen Film über einen Ausbildungsbetrieb ihrer Wahl, den der Hessische Rundfunk ausstrahlt. So werden nicht nur die Regie führenden Jugendlichen für eine Ausbildung motiviert, sondern begeistern auch andere junge Menschen für einen Betrieb. Von dem Preisgeld wird neues Filmmaterial angeschafft.

Neben den Haupt- und Anerkennungspreisen hat die Jury 2012 zum ersten Mal sechs Sonderpreise vergeben:

  • „Jäger und Sammler – Aus Müll wird Kunst“: Dass Müll auch Kunst sein kann, ist die Devise des Berliner Projekts „Jäger und Sammler – Aus Müll wird Kunst“. Hier ziehen Künstler, Lehrer, Eltern und Kinder der ersten bis sechsten Klasse gemeinsam durch einen Kiez und suchen nach Abfällen, die sich zu Kunstwerken verarbeiten lassen. So lernen die Kinder, bewusster mit Müll umzugehen und sich auch künstlerisch auszudrücken.
  • „Freudentanz – Das grenzenlose Tanzprojekt“ der Caritas: Musik und Tanz kennen bekanntlich keine Sprache, und das nutzt das Projekt der Caritas München „Freudentanz – Das grenzenlose Tanzprojekt“ aus. Kinder aus Flüchtlings- und Migrantenfamilien studieren unter der Regie anderer Jugendlicher Tanzchoreographien ein und lernen andere Kinder kennen. So haben die Kinder eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und werden in die Gesellschaft eingebunden, an deren Rand sie sonst oft stehen.
  • „Die Paten“: Den richtigen Ausbildungsplatz zu wählen und dort den Einstieg zu schaffen, ist eine Herausforderung für viele Jugendliche. Das Projekt „Die Paten“ aus Köln stellt ihnen Erwachsene zur Verfügung, die den jungen Menschen in dieser Zeit beratend zur Seite stehen. In den zwei Jahren entwickelt sich meist ein Vertrauensverhältnis, so dass sich die Jugendlichen auch bei Problemen an die Paten wenden.
  • „Die Gelbe Villa“: Durch ein „Lernen mit allen Sinnen“ – ohne klassische Leistungsnormen, aber hochmotivierend – will die Kinder- und Jugendarbeit der „Gelben Villa“ die Bildung in Schule und Elternhaus sinnvoll ergänzen und vertiefen. In Freizeit- und Ferienangeboten werden in einem stärkenorientierten, auf Prävention und Nachhaltigkeit ausgerichteten Ansatz verschiedene Projekte vom eigenen Jugendrestaurant über Theater- und Musikworkshops bis zu Schulabschluss-Vorbereitungen kostenlos angeboten.
  • Das „Deutsche Schülerstipendium“: Begabte Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien sind die Zielgruppe des „Deutschen Schülerstipendiums“ der „Roland Berger Stiftung“. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der ersten Klasse und kann bis zum Abitur gewährt werden. Jeder Stipendiat erhält einen individuellen Förderplan, der zehn Lernbereiche abdeckt und ihn gezielt nach seinen Begabungen und Bedürfnissen unterstützt. Herzstück des Stipendiums sind die ehrenamtlichen Mentoren, die die Kinder und Jugendlichen individuell als Mittler zwischen Elternhaus, Schule und Stiftung auf ihrem Weg zum Schulabschluss begleiten.
  • „Studienkompass“: Schüler aus nichtakademischen Elternhäusern werden durch den „Studienkompass“ motiviert und unterstützt, ein Hochschulstudium aufzunehmen. Gegenwärtig fördert er bereits mehr als 1.500 Teilnehmer. Die Schüler werden durch Workshops und Exkursionen dabei begleitet, das für sie passende Studienfach zu finden. Eine wissenschaftliche Evaluation im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung belegt die hohe Wirksamkeit des Programms: Über 90 Prozent der Jugendlichen entscheiden sich für die Aufnahme eines Studiums.

Ausgezeichnete Projekte 2010

Die Preisverleihung für die Preisträger 2010 fand am 29. April 2011 im Rathaus Stuttgart statt. Die Jury unter dem Vorsitz von Dr. Monika Stolz, Ministerin für Arbeit und Soziales a.D. in Baden-Württemberg, hat folgenden Hauptpreisträger ausgewählt:

  • „Hofer Schulbegleitung – Wir machen Familien stark“: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ – getreu dieses Stichworts unterstützt die „Hofer Schulbegleitung“, unser Hauptpreisträger aus 2010, benachteiligte Schulkinder in einem gemeinschaftlichen Ansatz. (mehr…)

Des Weiteren wurden folgende Anerkennungspreise vergeben:

  • „blu:boks BERLIN“: Das sozial-kulturelle Projekt aus Berlin widmet sich der künstlerischen Begabung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen im Stadtteil Fennpfuhl. Durch Schauspiel, Tanz und Kulissenbau wird nicht nur ihr Selbstwertgefühl gestärkt, sondern auch die Grundlage für eine hoffnungsvolle Lebensperspektive geschaffen. (mehr…)
  • „Projekt Ausbildung – Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche e.V.“: Bei diesem Projekt, das im Winter 2008 gegründet wurde, unterstützen Studenten verschiedener Fachrichtungen der Uni Mannheim Schüler bei der Planung ihrer beruflichen Laufbahn nach dem Hauptschulabschluss. (mehr…)
  • „Studenteninitiative für Kinder e.V.“ – Ortsgruppe Berlin: „Wir sind die gut ausgebildete Generation von morgen, die die Generation von übermorgen unterstützt“ – so sehen sich die Berliner Studenten und Schüler der Oberstufe, die in einer Studenteninitiative Kindern und Jugendlichen aus örtlichen Kinderheimen ehrenamtlich Nachhilfe geben und ihnen bei ihrer sozialen Weiterentwicklung helfen, um ihre Lebensperspektive zu verbessern. (mehr…)